Gotthold Ephraim Lessing: Ernst und Falk. Gespräche für Freymäurer. (1778b). Hrsg. von der Projektgruppe ‚Lessing digital. Eingriffsorientierte Edition‘, S. 45; lessing-digital.hab.de/exist/apps/ediarum.lessing-digital.web/dramen/EF_DR_BSB_RES138_1778b/view/modernized?page=p-45, abgerufen am 14.05.2026.

Edierte Textvarianten:

  • 1778a-HS
  • 1778a
  • 1778c
Notizen und Stempel einblenden:
Textansicht:
Zum Textvergleich in LERA:

Bereitstellende Institution:
Bayrische Staatsbibliothek, München
Signatur: Res/H.g.hum. 138 I-1/2

Hände:

  • H1: Kurrentschrift in schwarzer Tinte
  • H2: Bibliothekarische Annotationen mit Bleistift

Weitere Exemplare von 1778b:

  • HLB, Wiesbaden
  • SUB, Göttingen

Drucklegung: unautorisiert
Erscheinungsjahr laut Druck: 1778
Erscheinungsort laut Druck: Wolfenbüttel
Drucker: Dieterich, Johann Christian

Druckbeschreibung:

Die Angaben zur Materialität des Erstdrucks gelten grundsätzlich auch für seinen Doppeldruck; Lessings Ernst und Falk – Gespräche für Freymäurer erschien zu Lebzeiten in zwei Drucken (Erstdruck 1778, Fortsetzungsdruck 1780). Die vorliegende Transkription hat den ebenfalls im Oktavformat verlegten Doppeldruck des in Göttingen erschienenen Erstdrucks (1778, Gespräche I-III, 93 Seiten) in der für das 18. Jahrhundert typischen Frakturschrift (mit Hervorhebungen in Antiqua und der gotischen Schriftart ,Schwabacher‘) zur Grundlage. Er liegt in einer Zusammenbindung mit dem Fortsetzungsdruck von 1780 (ebenfalls in der Qualität des Doppeldrucks ,b‘) an der Bayerischen Staatsbibliothek München vor (EF_DR_BSB_RES138_1780b); weitere bestandslagernde Institutionen sind u.a. die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen mit einem Einzeldruck des Doppeldrucks von 1778.

Lachmann/Muncker bemerken im Vorwort ihrer Edition, dass „[v]on der ersten Ausgabe […] zwei im Umfang und Format ganz gleiche Doppeldrucke vorhanden“ seien, „deren erster (=1778a) sorgfältiger korrigiert ist als der durch mehrere kleine Druckfehler entstellte zweite (=1778b)“ (LM 13, S. 340, vgl. B 10, S. 700). Das Exemplar an der BSB München weist dementsprechend die für den Doppeldruck charakteristischen Varianten auf S. 38 („regiert), S. 59 („Oder meynst du“) auf.

Außerdem wird das Exemplar der BSB München in unregelmäßigen Seitenabständen von Wasserzeichen geziert. Im Druck 1778b finden sich acht solcher Wasserzeichen: eines auf der Titelseite, drei im Zweiten Gespräch auf S. 47, S. 49 und S. 59, sowie vier im Dritten Gespräch auf S. 74, S. 76, S. 78 und S. 89. Die fünf auf ungeraden Seitenzahlen vorkommenden Wasserzeichen (Titelseite, S. 47, S. 57, S. 59, S. 89) befinden sich in der unteren rechten Ecke der Seite, die anderen (S. 74, S. 76, 78) in der unteren linken Ecke. Bei den Wasserzeichen auf S. 74 und S. 78 fällt auf, dass sie deutlich blasser sind als die anderen Wasserzeichen und zudem eine länglich-vertikale Form aufweisen. Die verbliebenen Wasserzeichen sind dahingegen eher kompakt ausgerichtet. Jedes der Wasserzeichen kommt einmalig vor, es gibt keine Wiederholung.

45
die Natur alles so eingerichtet, daß der Mensch
sehr bald auf diese Erfindung gerathen müssen.

Ernst.

Dieses hat denn auch wohl gemacht, daß
einige die bürgerliche Gesellschaft für Zweck der
Natur gehalten. Weil alles, unsere Leidenschaf
ten
und unsere Bedürfnisse, alles darauf führe,
sey sie folglich das Letzte, worauf die Natur ge
he
. So schlossen sie. Als ob die Natur nicht
auch die Mittel zweckmässig hervorbringen müs
sen
! Als ob die Natur mehr die Glückseligkeit
eines abgezogenen Begriffs — wie Staat, Va
terland
und dergleichen sind — als die Glückse
ligkeit
jedes wirklichen einzeln Wesens zur Ab
sicht
gehabt hätte!

Falk.

Sehr gut! Du kömmst mir auf dem rechten
Wege entgegen. Denn nun sage mir; wenn die

Darstellung des Digitalisats mit Tify
Licensed under CC BY-SA 4.0.

Weiterleitung zur statistischen Analyse eines Einzelworts in den Voyant Tools via Wortwolke
Zum Volltext in den Voyant Tools