Lessings Ernst und Falk – Gespräche für
Freymäurer erschien zu Lebzeiten in zwei Drucken
(Erstdruck 1778, Fortsetzungsdruck 1780; VD18 12837644). Die
vorliegende Transkription hat den in Göttingen erschienenen
Erstdruck (1778, Gespräche I-III, 93 Seiten) in der für das 18.
Jahrhundert typischen Frakturschrift (mit Hervorhebungen in
Antiqua und der gotischen Schriftart ,Schwabacher‘) zur
Grundlage. Er liegt in einer Zusammenbindung mit dem
Fortsetzungsdruck von 1780 (Gespräche IV und V, 61 Seiten) an
der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel vor(EF_DR_HAB_LO4622_1780a); weitere
bestandslagernde Institutionen sind z.B. die Herzogin Anna
Amalia Bibliothek Weimar (Ernst und Falk - vd18). Ein
Einzeldruck des Erstdrucks ist auch für die Niedersächsische
Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen belegt (Ernst und Falk - vd18).
Der Erstdruck im Oktavformat weist in der Titelei keinen
expliziten Verfasser- bzw. Herausgebernamen auf. Trotzdem
besteht an Lessings Verfasserschaft für den Erstdruck kein
Zweifel. Vor dem Hintergrund der zensurbedingten
Publikationssituation ist der angegebene Druckort zu
interpretieren. Laut Messkatalog wurde der Erstdruck in
Göttingen in Druck gegeben (unter Angabe zu „Göttingen, bei J.
C. Dieterichen“, s. LM 13, S. 340; vgl. B 10, S. 700), wiewohl
der Titel mit dem Druckort „Wolfenbüttel“ versehen ist. Der
Erstdruck umfasst neben den Gesprächen I-III folgende Paratexte:
eine Widmung mit dazugehöriger Widmungsepistel (Vorwort) sowie
Lessings „Vorrede eines Dritten“.
In Erwartung der Zensur der vollständigen fünf Gespräche gab Lessing im
Sommer 1778 nur die Gespräche I-III in den Druck. Der auf Wolfenbüttel
als Erscheinungsort lautende Erstdruck erschien nach Angabe des
Messkatalogs beim Göttinger Drucker Johann Christian Dieterich
(„Göttingen, bei J. C. Dieterichen“, s. LM 13, S. 340; vgl. B 10, S.
700). Das vorliegende Exemplar an der HAB Wolfenbüttel führt den
Erstdruck in der Hauptvariante (a), für die u.a. S. 38 („regieret“), S.
59 („Oder meynest du“) charakteristisch ist (vgl. LM 13, S. 340). Die
bibliothekarischen, in Bleistift geschriebenen Erläuterungen auf der
Rückseite der Titelei des Exemplars an der HAB beziehen sich auf diesen
Befund.