S. ebd. Milde, S. 182: „Fr. Hde [Fremde Hände]: Bl. 1 r oberer Rand
Mitte, Bleistift: No. 2.; Bl. 2r rechts unten, braune Tinte: Impr.
Heyne; S. 13 Zeile 5 ,Falk‘ rot angestrichen; S. 25 Zeile 6 zwischen
,ist der‘ roter Strich; S. 38 Zeile 5 ,Ernst‘ rot angestrichen; S. 51
Zeile 5 vor ,denn‘ roter Strich; S. 63 Zeile 4 ,Ernst‘ rot angestrichen;
S. 71 Zeile 7 ,Ernst. Geh, du bist schläfrich. Ich auch.‘ rot
durchgestrichen; S. 73 unten, braune Tinte: 2. Sept.
78. Impr. Heyne.“
Das als Druckvorlage für den Erstdruck 1778 der Gespräche I-III dienende
Manuskript ist nach Milde Lessings Hand zuzuordnen (zumindest ab S. 8,
Begründung hierfür fehlt). Es weist Eingriffe von fremder Hand auf, die
im Fall der handschriftlichen Ergänzung in Bleistift die Nummerierung
der Abschrift betrifft („No. 2“); bei den Imprimatur-Angaben handelt es
sich mit großer Wahrscheinlichkeit um die Signatur Christian Gottlob
Heynes, dem Göttinger Universitätsbibliothekar, der im
Publikationskontext als Zensor fungierte (vgl. LM 13, S. 340). Die roten
Anstreichungen sind als Setzerzeichen zu verstehen (ebd.); entsprechend
markieren sie bis auf S. 71 Seiten- und Bogengrenzen im Erstdruck (A5
auf B; B5 auf C; C5 auf D; D5 auf E). Die Durchstreichung der
Dialogzeile auf S. 71 („Ernst. Geh, du bist schläfrich. Ich auch.“) wird
im Erstdruck konsequent umgesetzt; dort findet sich diese nicht mehr.
Auffällig ist die doppelt angelegte Dialogzeile, sodass direkt unter der
gestrichenen eine (nicht nachträglich hinzugefügte) Alternative für
Ernsts Figurenrede platziert ist, die denn auch Eingang in die
Druckfassung findet. Offenkundig bestand also in der Druckvorlage eine
Auswahl mit zwei Optionen für die gleiche Figurenrede, von denen eine im
Druckprozess durchgestrichen wird/werden kann. Zu dem aus Lichtenbergs
Nachlass stammenden Manuskript bemerkt LM 13, S. 340, dass das Datum des
Imprimatur, „dem zu Folge der Druck der drei Gespräche in die ersten
Septemberwochen fiel, […] genau zu einer Aufzeichnung Lichtenbergs
[stimme], nach der er am 29. August die Handschrift von ,Ernst und Falk‘
gelesen hat.“