Ernst und Falk. Gespräche für Freymäurer.
(1778a-HS: Druckvorlage für den Erstdruck)
Laß mich noch das dritte hinzufügen. — Nicht genug, daß die
bürgerliche Geſellſchaft die Menſchen in verſchiedene Völker
und
Religionen
theilet und
trennet.
— Dieſe
Trennung
in we⸗
nige groſſe Theile, deren jeder für ſich ein Ganzes
wäre,
wäre doch
immer
noch beſſer, als gar kein Ganzes. — Nein;
die bürgerliche Geſellſchaft ſetzt ihre
Trennung
auch
in jedem dieſer Theile gleichſam bis ins Unendliche fort.
Wie ſo?
Oder meyneſt du, daß ein Staat ſich ohne Verſchieden⸗
heit von
Ständen
denken läßt? Er ſey gut oder ſchlecht,
der
Vollkommenheit
mehr oder weniger nahe: unmöglich
können alle Glieder deſſelben unter ſich das nehmliche Ver⸗
hältniß haben. — Wenn ſie auch alle an der
Geſetzgebung
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