Gotthold Ephraim Lessing: Ernst und Falk. Gespräche für Freymäurer. Fortsetzung. (1780b). Hrsg. von der Projektgruppe ‚Lessing digital. Eingriffsorientierte Edition‘, S. 37; lessing-digital.hab.de/exist/apps/ediarum.lessing-digital.web/dramen/EF_DR_BSB_RES138_1780b/view/default?page=p-37, abgerufen am 14.05.2026.

Edierte Textvarianten:

  • 1780a
  • 1780c
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Bereitstellende Institution:
Bayrische Staatsbibliothek München,
Signatur: Res/H.g.hum. 138 I-2/2

Hände:

  • H1: Bibliothekarische Annotationen mit Bleistift

Weitere Exemplare von 1780b:

  • ÖNB, Wien
  • HLB, Wiesbaden

Drucklegung: unautorisiert
Erscheinungsjahr laut Druck: 1780
Rekonstruiertes Erscheinungsjahr: Winter 1780/1781

Druckbeschreibung:

Die Gespräche IV und V von Lessings Ernst und Falk Fortsetzungsdruck 1780. Die vorliegende Transkription hat den mit großer Wahrscheinlichkeit von Adolph Freiherr von Knigge (s. B 10, S. 701) herausgegebenen Fortsetzungsdruck (1780, Gespräche IV und IV, 61 Seiten) in der für das 18. Jahrhundert typischen Frakturschrift (mit Hervorhebungen in Antiqua und der gotischen Schriftart ,Schwabacher‘) zur Grundlage. In der b-Variante liegt er in einer Zusammenbindung mit dem Erstdruck von 1778 (Gespräche I-III, 93 Seiten) an der Bayerischen Staatsbibliothek München vor (EF_DR_BSB_RES138_1778b). Von Lessings Verfasserschaft für die Gespräche IV und V wird ausgegangen, wiewohl der vorliegende Fortsetzungsdruck durch Eingriffe des Herausgebers kontaminiert ist (z.B. durch Hinzufügung einer an den Erstdruck angelehnten ,Vorrede eines Dritten‘ und durch Asteriske, die Freimaurernamen bzw. -Begriffe verschlüsseln). Zur Wahl der Textgrundlage und Diskussion der Autorisation s. die editorische Dokumentation.

Der in Frankfurt am Main erschienene Fortsetzungsdruck im Oktavformat weist in der Titelei keinen expliziten Verfasser- bzw. Herausgebernamen auf. Wahrscheinlich wurde er von Johann Carl Brönner (1738-1812) in H. L. Brönners Druckerey (GND-Nr.: 5205468-8) [Link setzen] verlegt (s. Fenner, Neuigkeiten über Knigge und Lessing, S. 480). B 10, S. 701 vermerkt hierzu: „Auch von dieser Erstausgabe [der Fortsetzung] liegen zwei äußerlich gleiche Drucke vor, wobei deren erster, bei LM 1780a, zuverlässiger als der zweite gearbeitet ist. Dennoch diente der Druck von 1780b als maßgebliche Vorlage für einen Nachdruck dieser ,Fortsetzung‘ 1790.“ (Letzterer ist an der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden bestandslagernd und weist Mischungen der a- und b-Variante auf.) Charakteristisch für den Fortsetzungsdruck in der b-Variante sind S. S. 12 („Wie kann ich anders?“), S. 27 („Eine Cassa haben“), S. 28 („Wenn das in der Länge gut geht!“), S. 41 („Und was für ein Locke?“), S. 52 („Wo bleibst Du?“), mehrmalige Schreibung von „Londen“ (auf S. 54ff.) sowie S. 60 („Die Sonne gehet unter“). [ggf. nach Möglichkeit gelb-Markierungen für konkrete Varianten in Aussagen einfügen?]

Auch der Fortsetzungsdruck nach der b-Variante im Exemplar der BSB wird von Wasserzeichen geziert. Insgesamt finden sich zehn Wasserzeichen, die sich überwiegend in der unteren rechten Ecke der jeweiligen Seite befinden. Im Vierten Gespräch finden sich zwei Wasserzeichen (S. 25, S. 27), im Fünften Gespräch acht Wasserzeichen (S. 35, S. 37, S. 39, S. 43, S. S. 47, S. 50, S. 57, S. 59). Wie auch im Doppeldruck des Erstdrucks 1778b handelt es sich jeweils um verschiedene Wasserzeichen, keines von ihnen wird wiederholt.

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nungen ausarten, ſondern auf das Ge
fuͤhl
gemeinſaftli ſympathierender
Geiſter.

Ernſt.

Und wer unterfaͤngt  denen zu ge
biethen
?

Falk.

Indeß hat freyli die Freymaurerey
immer und aer Orten  na der
buͤrgerlien Geſeſaft ſmiegen und
biegen muͤen, denn dieſe war ſtets die
ſtaͤrkere. So manerley die buͤrgerlie
Geſeſaft geweſen, ſo manerley For
men
hat au die Freymaurerey anzuneh
men
 nit entbreen koͤnnen, und
hatte jede neue Form, wie natuͤrli, ih
ren
neuen Namen. Wie kannſt Du glau
ben
, daß der Name Freymaurerey aͤlter
ſeyn werde, als diejenige herrſende

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