Gotthold Ephraim Lessing: Ernst und Falk. Gespräche für Freymäurer. Fortsetzung. (1780a). Hrsg. von der Projektgruppe ‚Lessing digital. Eingriffsorientierte Edition‘, S. 28; lessing-digital.hab.de/exist/apps/ediarum.lessing-digital.web/dramen/EF_DR_HAB_LO4622_1780a/view/modernized?page=p-28, abgerufen am 14.05.2026.

Edierte Textvarianten:

  • 1780b
  • 1780c
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Bereitstellende Institution:
Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel,
Signatur: LO 4622 2s

Hände:

  • H1: Bibliothekarische Annotationen mit Bleistift

Weitere Exemplare von 1780a:

  • SUB, Göttingen
  • ÖNB, Wien
  • HAAB, Weimar

Drucklegung: unautorisiert
Erscheinungsjahr laut Druck: 1780
Rekonstruiertes Erscheinungsjahr: Winter 1780/1781
Herausgeber: Knigge, Adolph von
Verlag: H.L. Brönners Druckerey
Verlagsort: Frankfurt a.M.

Druckbeschreibung:

Die Gespräche IV und V von Lessings Ernst und Falk erscheinen zu Lebzeiten in einem anonym besorgten Fortsetzungsdruck 1780. Die vorliegende Transkription hat den mit großer Wahrscheinlichkeit von Adolph Freiherr von Knigge (s. B 10, S. 701) herausgegebenen Fortsetzungsdruck (1780, Gespräche IV und IV, 61 Seiten) in der für das 18. Jahrhundert typischen Frakturschrift (mit Hervorhebungen in Antiqua und der gotischen Schriftart ,Schwabacher‘) zur Grundlage. In der Hauptvariante (a) liegt er in einer Zusammenbindung mit dem Erstdruck von 1778 (Gespräche I-III, 93 Seiten) an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (EF_DR_HAB_LO4622_1778a) vor. Ein Einzeldruck des Fortsetzungsdrucks ist auch für die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen belegt (Ernst und Falk - vd18).

Lessings Verfasserschaft für die Gespräche IV und V wird vorausgesetzt, wiewohl der vorliegende Fortsetzungsdruck durch Eingriffe des Herausgebers kontaminiert ist (z.B. durch Hinzufügung einer an den Erstdruck angelehnten ,Vorrede eines Dritten‘ und durch Asteriske, die Freimaurernamen bzw. -Begriffe verschlüsseln). Zur Wahl der Textgrundlage und Diskussion der Autorisation s. die editorische Dokumentation.

Der in Frankfurt am Main erschienene Fortsetzungsdruck im Oktavformat weist in der Titelei keinen expliziten Verfasser- bzw. Herausgebernamen auf. Wahrscheinlich wurde er von Johann Carl Brönner (1738-1812) in H. L. Brönners Druckerey (GND-Nr.: 5205468-8) verlegt (s. Fenner, Neuigkeiten über Knigge und Lessing, S. 480, s. B 10, S. 701). Charakteristisch für den Fortsetzungsdruck in der Hauptvariante sind S. 12 („Was kann ich anders?“), S. 28 („Wenn das in die Länge gut geht!“), S. 41 („Was für ein Locke?“), S. 52 („Wo bliebst Du?“) sowie die moderne Schreibweise von „London“ (S. 54ff.).

28
ben lassen; das Ansehn und die Gewalt
derselben zu Unterdrückung der Brüder
anwenden, die einer andern Observanz
sind, als der, die man so gern zum We
sen
der Sache machen mögte — Wenn
das in die Länge gut geht! — Wie gern
will ich falsch prophezeyet haben!

Ernst.

Je nun! Was kann denn werden?
Der Staat fährt itzt nicht mehr so zu.
Und zudem sind ja wohl unter den Per
sonen
, die seine Gesetzen machen, oder
handhaben, selbst schon zu viel Frey
maurer

Falk.

Gut! Wenn sie also auch von dem
Staate nichts zu befürchten haben, was
denkst Du wird eine solche Verfassung für
Einfluß auf sie selbst haben? Gerathen

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