Die technische Dokumentation wird laufend erweitert und schließlich ganzheitlich in XML umgesetzt. Eine PDF-Ausgabe der Dokumente ist geplant.

Mithilfe von OCR4all wurde für die Impulsedition ein digitaler Volltext von Ernst und Falk erstellt und hinsichtlich der Fehlerrate und Layoutregionen optimiert. Diese semiautomatisch generierte Transkription diente als erste Korrektur-Grundlage für die Transkriptionen der einschlägigen Druckzeugen einschließlich der Lesefassung.

Daraufhin wurde ein TEI-Markup nach den P5-Guidelines entwickelt. Aufgrund der dialogischen Form von Ernst und Falk wurden dabei insbesondere die Empfehlungen für „Performance Texts“ berücksichtigt. Es wurde je ein XML-Schema für gedruckte und handschriftlich verfasste Dramen erarbeitet. Darüber hinaus wurden auch andere Dokumenttypen und Textgattungen ediert: Zum einen die Paralipomena zu Ernst und Falk nach LM 15, S. 484-490, zum anderen die Briefe aus der Provenienz der Handschrift (s. ,Rekonstruieren').

Die XML-Daten (Transkriptionen und Schemata) werden in dem Git-Repository der Edition zur Verfügung gestellt. Alle Editionsentscheidungen (philologischer und technischer Art) sind hier detailliert dokumentiert. Für die Nutzung in den Computational Literary Studies sind die Transkriptionen und Registereinträge überdies via API in unterschiedlichen Dateiformaten verfügbar. Die Dokumentation der Schnittstellen findet sich hier.

Für ein niedrigschwelliges Datamining direkt auf der Editionsseite werden die Voyant-Tools eingebunden.

Zur Erstellung und Publikation der Edition wurde ediarum verwendet. Hierbei wurde eine Arbeitsumgebung für die Annotation von Dramen entwickelt. Diese wird derzeit für weitere Dramen spezifiziert und zur FAIR-Publikation vorbereitet.

Die Synopse der einschlägigen Textzeugen der Varianten wird mithilfe des Tools LERA (s. ,Vergleichen') visualisiert.

Die in der Einführung skizzierten Werkkontexte werden in der bereinigten Transkription (Lesefassung) [,Lesen'] über die Auszeichnung von Personen, Orten, Organisationen, Freimaurerbegriffen und Anspielungen sichtbar gemacht und mit weiterführenden Informationen angereichert bzw. kommentiert.

Für die Auszeichnung von Personen, Orten und Freimaurerbegriffen wurden entsprechende Register-Entitäten modelliert. Standardisiert verlinkt wird auf folgende Ressourcen: bei Personen auf die zugehörigen Einträge in der GND, außerdem in ausgewählten Fällen auf Artikel aus der online-Ausgabe der Deutschen Biographie; für freimaurerspezifische Begriffe wurde das Internationale Freimaurerlexikon (nach Lennhoff/Posner/Binder 2022) herangezogen und erläuternde Artikel vermerkt sowie in Auszügen wiedergegeben. Hinsichtlich Lessings Anspielungen auf freimaurerspezifische als auch gesellschaftspolitische Zusammenhänge wurde unter Verweis auf einschlägige Forschungsliteratur kommentiert; hierzu wurde systematisch unter Berücksichtigung des Stellenkommentars bei B 10 gearbeitet und ggf. ergänzt.

Die Einbindung der Normdatenbanken soll perspektivisch dazu genutzt werden, die an Drucklegung und Provenienz beteiligten Akteur:innen sowie die Binnenverhätnisse zwischen den edierten Textzeugen in einer Knowledge Base aufzubereiten und für Netzwerkanalysen zur Verfügung zu stellen.

Als bibliographische Datenbank wurde eine Zotero-Group angelegt, deren Funktionsumfang sukzessive erweitert werden soll.

Zitiervorschlag:

Möller, Oke-Lukas; Take-Walter, Viktoria: Technische Umsetzung. In: Digitale Neuedition der Drucke und Schriften G.E. Lessings 1770–1794. Hrsg. von der Projektgruppe ‚Lessing digital. Eingriffsorientierte Edition‘. https://lessing-digital.hab.de/intro/Technische-Umsetzung, abgerufen am: 13.05.2026.

Forschungsbibliographie:

Link zur Zotero-Bibliothek:

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