Der von Gotthold Ephraim Lessing verfasste und zu Lebzeiten in zwei Drucken veröffentlichte Freimaurerdialog Ernst und Falk – Gespräche für Freymäurer wird hier in der Gestalt des Erstdrucks von 1778 (Gespräche I-III, 93 Seiten) und des Fortsetzungsdrucks von 1780 (Gespräche IV und V, 61 Seiten) vollständig wiedergegeben.

Auf Basis der Hauptvariante ,a‘ (1778a/1780a) wird eine um historische Druckphänomene (Ligaturen, Umlaute) bereinigte Transkription als durchlaufende digitale Lesefassung bereitgestellt. Wie auch bei den anderen Drucken und im Fall des Manuskripts, wurde der Text nach dem jeweiligen Schriftbild buchstaben- und zeichengetreu konstituiert.

Da diese Ausgabe die Druckgeschichte präsentieren will, werden alle nachvollziehbaren Eingriffe in den Publikationsvorgang gekennzeichnet und – soweit diese durch die Erkenntnisse der vorgängigen Printausgaben von LM und B abgesichert sind – stellenbezogen kommentiert [ggf. verweisen auf Unterkategorie ,Auszeichnung und Kommentierung auf Startseite-Dropdown-Menü]. Dies betrifft auch den Fortsetzungsdruck (1780), der mit großer Wahrscheinlichkeit von Adolph Freiherr von Knigge herausgegeben und mit einer (an den Erstdruck angelehnten) ,Vorrede eines Dritten‘, versehen wurde.

Die Edition wahrt den Lautstand der Textzeugen und behält deren Interpunktion und Orthografie bei. Historisch spezifische Druckphänomene wie Ligaturen (,ff‘, ,ss‘, ,fi‘, ,ft‘, ,ck‘ etc.) und Umlaute mit Minuskeln (,ae‘, ,oe‘, ,ue‘) werden nach heutiger Konvention als ,ä‘, ,ö‘, ,ü‘ in den Transkriptionen aufgelöst. Die in der Fraktur-Schrift mit ,J‘ wiedergegebene Großschreibung des ,i‘ wird ebenfalls der heutigen Schreibweise (,I‘) entsprechend normalisiert (,I‘ und ,J‘ werden in Handschriften des 18. Jahrhunderts und auch im Druck nicht unterschieden.) Offenkundige Druckfehler sind über das Markup als ,corr‘-Elemente ausgewiesen und in korrigierter Form visualisiert. Die ausführlichen, das digitale Markup nach TEI berücksichtigenden Transkriptionsrichtlinien finden Sie hier und in der Navigationsleiste verlinkt.

Die für die deutschen Texte benutzte Grundschrift Fraktur erscheint als Junicode. Die im deutschen Originaltext in Antiqua gesetzten Wörter werden in einfachen Anführungszeichen wiedergegeben. Hervorhebungen in den Vorlagen durch Sperrung bzw. Schwabacher Schrift werden im Sperrdruck bzw. kursiviert wiedergegeben. Die für die fremdsprachigen Ausdrücke benutzte Grundschrift Antiqua erscheinen ebenfalls in einfachen Anführungszeichen.

Sr. Durchlaucht
dem
Herzoge Ferdinand.
Widmungsepistel; S. B 10, S. 756: „S[eine]r. Durchlaucht […] Knecht‘: Die einzige Widmung in Lessings gesamtem Werk; sie erfolgte, entgegen den damaligen Gepflogenheiten, ohne Rücksprache mit dem Adressaten, obwohl sie diesen als hochrangigen Freimaurer kompromittierte und (zumindest indirekt) dessen freimaurerische Autorität für das folgende Werk beanspruchte. Vgl. zur bedeutungsgeschichtlichen Einordnung und genaueren Interpretation von Lessings Widmung den Beitrag von Birus, ,Lessings Widmungen‘ [i.e. Hendrik Birus: Lessings Widmungen (mit einem Handschriftenfaksimile). In: Lessing Yearbook 13 (1981), S. 175-208 ], hier S. 175-187.“

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Zitiervorschlag für den vorigen Absatz:
Gotthold Ephraim Lessing: Ernst und Falk. Gespräche für Freymäurer (Lesefassung 1778a/1780a). Hrsg. von der Projektgruppe ‚Lessing digital. Eingriffsorientierte Edition‘. Epilog (1778a), Absatz 1: lessing-digital.hab.de/lesefassungen/EF-Lesefassung?section=Widmungsepistel1778a#p-1. Abgerufen am 13.05.2026.

Widmungsepistel; S. B 10, S. 756 : „S[eine]r. Durchlaucht […] Knecht‘: Die einzige Widmung in Lessings gesamtem Werk; sie erfolgte, entgegen den damaligen Gepflogenheiten, ohne Rücksprache mit dem Adressaten, obwohl...Widmungsepistel; S. B 10, S. 756: „S[eine]r. Durchlaucht […] Knecht‘: Die einzige Widmung in Lessings gesamtem Werk; sie erfolgte, entgegen den damaligen Gepflogenheiten, ohne Rücksprache mit dem Adressaten, obwohl sie diesen als hochrangigen Freimaurer kompromittierte und (zumindest indirekt) dessen freimaurerische Autorität für das folgende Werk beanspruchte. Vgl. zur bedeutungsgeschichtlichen Einordnung und genaueren Interpretation von Lessings Widmung den Beitrag von Birus, ,Lessings Widmungen‘ [i.e. Hendrik Birus: Lessings Widmungen (mit einem Handschriftenfaksimile). In: Lessing Yearbook 13 (1981), S. 175-208 ], hier S. 175-187.“

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