Systeme, Lehrarten, Riten
„Systeme, Lehrarten, Riten“ in
Internationales Freimaurerlexikon, S. 824-826:
„Die besondere Art, wie der Inhalt der Freimaurerei in Form des
Gebrauchtums durch Großlogen und Logen an die Mitglieder vermittelt
und überliefert wird, bezeichnet man als freimaurerisches System,
als Lehrart, als Ritus. Da viele Großlogen ihr eigenes System
entwickeln, das im Gebrauchtum zum Ausdruck kommt, deckt sich das
Wort oft mit dem Begriff einer besonderen Großloge. Daher die
übliche Terminologie: Die Loge X arbeitet nach dem System (der
Lehrart) der Großloge Y usw. Dabei ist aber festzuhalten, daß,
soweit der Aufbau der drei Grade der symbolischen Maurerei
(Lehrling, Geselle, Meister) in Betracht kommt, das Grundsätzliche,
das Fundament und Ziel der Bauarbeit, in allen Systemen dasselbe
ist. Die Abweichungen in der Form entsprechen dem besonderen
Charakter der einzelnen Lehrarten. [...] Im letzten Drittel des 18.
Jahrhunderts machte sich dann aber energisch das Bestreben nach
Reinigung, nach Rückkehr zur reinen Lehre bzw. zur Klarheit auf
Grund einer umfassenden Idee im Gradaufbau geltend. Die überwiegende
Mehrzahl der Systeme verschwand wieder. Vor allem die bis 1782 in
Deutschland und anderen Ländern sehr mächtig gewesene Strikte Observanz (s.d.), die sich
fälschlicherweise für die legitime Fortsetzung des alten
Tempelherrenordens ausgegeben hatte. Auch von den okkulten
Deutungen, die vielfach den Symbolen der drei Johannisgrade gegeben
worden waren, kam man wieder ab. Das alte englische
Drei-Grade-Ritual kam mehr und mehr wieder zu seinem Recht. Dabei
waren Abweichungen unvermeidlich. [...] (S.824)“
Fundstellen in der Lesefassung (basierend auf den a-Varianten):
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Gespräch III: „System“ |
Fundstellen in den Paralipomena:
Keine Fundstellen vorhanden.