„Schwestern“ in Internationales Freimaurerlexikon, S. 774: „heißen die Gattinnen, unverheirateten Töchter und Witwen der Freimaurer. Sie nehmen bezüglich der Zulassung zu den normalen Arbeiten keine andere Stellung ein als die Frauen [vgl. Artikel ,Frauen als Freimaurer‘, Internationales Freimaurerlexikon, S. 304-306] überhaupt, dagegen werden sie von vielen Logen zu besonderen Anlässen (s. Schwesternlogen) gerne herangezogen. Bei der Aufnahme eines Suchenden wird stets auch der S. gedacht (durch Überreichung von Handschuhen), sehr häufig ist bei den Brudermahlen ein ,Schwesterntoast‘ obligatorisch. Mancherorts wäre die Wohlfahrtspflege von Logen ohne Heranziehung der S. kaum denkbar. [...] In Hamburg luden schon 1746 die Freimaurer die S. zu Bällen und Opernaufführungen ein [...].“
Vgl. „Frauen als Freimaurer“ in Internationales Freimaurerlexikon, S. 304-305: „Frauen als Freimaurer. Nach dem 3. Hauptstück der ,Alten Pflichten‘ sind Frauen von der Mitgliedschaft ausgeschlossen (no Bondsmen, no women, no immoral or scandalous Men, but of good Report‘). Daher wurde auch in den alten Logen bei der Aufnahme die linke Brust des Suchenden entblößt, um zu zeigen, daß er männlichen Geschlechts sei. [...] Klagen über die Ausschließung der Frauen von der Logentätigkeit wurden sehr früh laut. Davon geben die Zeitungen des 18. Jahrhunderts einen Begriff. [...] Beschwerden gab es auch in Deutschland. 1785 druckte Wieland in seinem ,Teutschen Merkur‘ eine Auseinandersetzung über das Thema ab, ,daß bei den Freimaurern den Frauen wohl das Herz offen stehe, aber die Loge geschlossen sei‘. Auch Goethe trug sein Scherflein dazu bei. Als sein Sohn August bei einer Veranstaltung der Loge ,Amalia', zu der die Schwestern geladen waren, deren Dank zum Ausdruck bringen sollte, ließ er ihn die scherzhafte Versfrage stellen: ,Sollen aber wir, die Frauen, / Dankbar solche Brüder preisen, / Die ins Innere zu schauen, / Immer uns zur Seite weisen?' Eine Antwort auf diese bis auf den heutigen Tag immer wieder aufgerollte Frage versuchte Herder in seinen Freimaurergesprächen [...]“

Fundstellen in der Lesefassung (basierend auf den a-Varianten):

Gespräch V:
„Schwester und Schwester“

Fundstellen in den Paralipomena:

Keine Fundstellen vorhanden.

Forschungsbibliographie:

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