Spekulative Freimaurerei
„Spekulatie Freimaurerei“ in
Internationales Freimaurerlexikon, S. 796:
„Spekulative Freimaurerei, vom englischen Speculative Masonry, im
Gegensatz zur Operative Masonry (Werkmaurerei), nennt man die aus
den Steinmetzenbruderschaften entwickelte Form der geistigen
Bauhütten, die durch den Eintritt von Nichtsteinmetzen gegen Ende
des 16. Jahrhunderts in England entstand. Das im Deutschen nur
schwer übersetzbare Wort Speculative will den Unterschied festlegen
zwischen der in den Bauhütten der Steinmetzenbruderschaften
geleisteten Werkarbeit und der in den Logen der Freimaurer üblichen
geistigen oder Symbolarbeit. Im Sprachgebrauch der freimaurerischen
Geschichtsschreiber bedeutet daher operativ die Werkloge, spekulativ
dagegen die geistige Freimaurerloge. Die englischen Freimaurerlogen
nach 1717 haben sich niemals selbst als spekulative bezeichnet.
Dagegen bringt Preston in seinen
,Illustrations of Freemasonry‘ (zitiert nach der New Edition von
1787) im Abschnitt 4 die folgende Doppelbedeutung für spekulativ und
operativ, die deswegen interessant ist, weil er damit auch für die
Symbolloge das Prädikat ,operativ‘ in Anspruch nimmt: ,Freimaurerei
geht und wird verstanden unter zweierlei Bezeichnung: sie ist
operativ und spekulativ. Bei der ersteren Bezeichnung spielen wir
auf die Regeln der Architektur an, durch welche ein Bauwerk Ansehen,
Kraft und Schönheit bekommt und durch welche ein richtiges
Verhältnis und richtige Übereinstimmung erzielt wird. Durch die
letztere lernen wir unsere Leidenschaften zügeln, winkelrecht
handeln, unsere Zunge im Zaum halten, Geheimnisse bewahren und
Menschenliebe üben.‘“
Fundstellen in der Lesefassung (basierend auf den a-Varianten):
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Gespräch III: „Speculation“ |
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Gespräch III: „Speculation“ |
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Gespräch V: „speculativische“ |
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Gespräch V: „Speculation“ |
Fundstellen in den Paralipomena:
Keine Fundstellen vorhanden.