Massonei, Masonei
B 10, S. 784:
„,Masonry […] Masony‘: Tatsächlich heißt es engl. ,masonry'
(,Maurer'); Lessings anderer Benennungsvorschlag steht in
Zusammenhang mit seiner eigenen, wohl auch interessegeleiteten
Etymologie und Herkunftsvermutung der Freimaurer.“
Vgl. „Massonei, Masonei“ in Internationales Freimaurerlexikon, S. 552-553: „1. Im ersten Entwurf zu ,Ernst und Falk‘ entwickelte Lessing eine sprachlich interessante, aber historisch unhaltbare Ableitung des Wortes Masonry, oder masony, wie er schreibt. Das Wort soll nach seiner Deutung von dem angelsächsischen Masa herstammen und einen Tisch bedeuten. Er zitiert alte Rittergedichte, wie die ,Mörin‘ des Hermann von Sachsenheim (entstanden 1453 [vgl. Paralipomena, erg. VTW]). Lessing meint, M. bedeute den Orden der Ritter der runden Tafel und ,nur dadurch, daß man in späteren Zeiten die wahre Bedeutung des Wortes Massonei vergessen hatte, daß man Massonry mit Massony verwechselte, hat sich die Maurerei in den Orden eingeschlichen. Die Brr. nämlich machten sich das allgemeine Mißverständnis zunutze, und da man ihre Massony für eine Massonry hielt, so wurden sie bewogen, die ganze Hülle von den Maurern zu entlehnen.‘ [vgl. Paralipomena in dieser Edition nach LM 15, S. 484-490, hier: S. 487, erg. VTW] Schon Friedrich Nicolai, der den Entwurf kannte, in Abschrift nahm und mit Bemerkungen versah, hat diese sprachlichen Ableitungen Lessings als falsch bezeichnet. Lessing ließ sich aber diesen Einwänden zu trotz nicht abhalten, im fünften Gespräch seines ,Ernst und Falk‘ neuerlich die Abstammung der Freimaurerei von der runden Tafel des Königs Artus herzuleiten und die im Englischen sonst unbekannte Wortbildung Masonei, masony zu verteidigen. Das Wort, das Lessing meinte, ist im Deutschen noch als ,Messe‘ (Offiziersmesse, Schiffsmesse) üblich. In den zitierten Rittergedichten ist das Wort übrigens französischen Ursprungs und kommt von maison. Der sprachliche Gleichklang von maça, gleichbedeutend mit par, socius, conjux, an equal, a compagnion mate (Schiffsmaat), mit der Wurzel metz des Steinmetzen hat hier Lessing auf falsche Fährte geleitet. 2. In der deutschen freimaurerischen Dichtung wird das Wort Masonei zu Bezeichnung der Freimaurerei (Masonia) häufig verwendet.“
Vgl. „Massonei, Masonei“ in Internationales Freimaurerlexikon, S. 552-553: „1. Im ersten Entwurf zu ,Ernst und Falk‘ entwickelte Lessing eine sprachlich interessante, aber historisch unhaltbare Ableitung des Wortes Masonry, oder masony, wie er schreibt. Das Wort soll nach seiner Deutung von dem angelsächsischen Masa herstammen und einen Tisch bedeuten. Er zitiert alte Rittergedichte, wie die ,Mörin‘ des Hermann von Sachsenheim (entstanden 1453 [vgl. Paralipomena, erg. VTW]). Lessing meint, M. bedeute den Orden der Ritter der runden Tafel und ,nur dadurch, daß man in späteren Zeiten die wahre Bedeutung des Wortes Massonei vergessen hatte, daß man Massonry mit Massony verwechselte, hat sich die Maurerei in den Orden eingeschlichen. Die Brr. nämlich machten sich das allgemeine Mißverständnis zunutze, und da man ihre Massony für eine Massonry hielt, so wurden sie bewogen, die ganze Hülle von den Maurern zu entlehnen.‘ [vgl. Paralipomena in dieser Edition nach LM 15, S. 484-490, hier: S. 487, erg. VTW] Schon Friedrich Nicolai, der den Entwurf kannte, in Abschrift nahm und mit Bemerkungen versah, hat diese sprachlichen Ableitungen Lessings als falsch bezeichnet. Lessing ließ sich aber diesen Einwänden zu trotz nicht abhalten, im fünften Gespräch seines ,Ernst und Falk‘ neuerlich die Abstammung der Freimaurerei von der runden Tafel des Königs Artus herzuleiten und die im Englischen sonst unbekannte Wortbildung Masonei, masony zu verteidigen. Das Wort, das Lessing meinte, ist im Deutschen noch als ,Messe‘ (Offiziersmesse, Schiffsmesse) üblich. In den zitierten Rittergedichten ist das Wort übrigens französischen Ursprungs und kommt von maison. Der sprachliche Gleichklang von maça, gleichbedeutend mit par, socius, conjux, an equal, a compagnion mate (Schiffsmaat), mit der Wurzel metz des Steinmetzen hat hier Lessing auf falsche Fährte geleitet. 2. In der deutschen freimaurerischen Dichtung wird das Wort Masonei zu Bezeichnung der Freimaurerei (Masonia) häufig verwendet.“
Fundstellen in der Lesefassung (basierend auf den a-Varianten):
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Gespräch V: „Masoney“ |
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Gespräch V: „Masoney“ |
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Gespräch V: „Masoneyen“ |
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Gespräch V: „Masoney“ |
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Gespräch V: „Masoney“ |
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Gespräch V: „Masoney“ |
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Gespräch V: „Masoney“ |
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Gespräch V: „Masoney“ |
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Gespräch V: „Masoneyen“ |
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Gespräch V: „Masoney“ |
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Gespräch V: „Masoney“ |
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Gespräch V: „Masoney“ |
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Gespräch V: „Masoney“ |
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Gespräch V: „Masoney“ |
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Gespräch V: „Masoney“ |
Fundstellen in den Paralipomena:
Keine Fundstellen vorhanden.