Lesefassung
basierend auf den a-Varianten
Der von Gotthold Ephraim Lessing verfasste und zu Lebzeiten in zwei Drucken veröffentlichte Freimaurerdialog Ernst und Falk – Gespräche für Freymäurer wird hier in der Gestalt des Erstdrucks von 1778 (Gespräche I-III, 93 Seiten) und des Fortsetzungsdrucks von 1780 (Gespräche IV und V, 61 Seiten) vollständig wiedergegeben.
Zitiervorschlag für den vorigen Absatz:
Take-Walter, Viktoria: Lesen (Einstiegspunkt). In: Digitale Neuedition der Drucke und Schriften G.E.
Lessings 1770–1794. Hrsg. von der Projektgruppe ‚Lessing
digital. Eingriffsorientierte Edition‘.
https://lessing-digital.hab.de/lesefassungen/EF-Lesefassung/view/default#intro-p-1, Absatz 1. Abgerufen am: 28.06.2026.
Auf Basis der Hauptvariante ,a‘ (1778a/1780a) wird eine um historische Druckphänomene (Ligaturen, Umlaute) bereinigte Transkription als durchlaufende digitale Lesefassung bereitgestellt. Wie auch bei den anderen Drucken und im Fall des Manuskripts, wurde der Text nach dem jeweiligen Schriftbild buchstaben- und zeichengetreu konstituiert.
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Take-Walter, Viktoria: Lesen (Einstiegspunkt). In: Digitale Neuedition der Drucke und Schriften G.E.
Lessings 1770–1794. Hrsg. von der Projektgruppe ‚Lessing
digital. Eingriffsorientierte Edition‘.
https://lessing-digital.hab.de/lesefassungen/EF-Lesefassung/view/default#intro-p-2, Absatz 2. Abgerufen am: 28.06.2026.
Da diese Ausgabe die Druckgeschichte präsentieren will, werden alle nachvollziehbaren Eingriffe in den Publikationsvorgang gekennzeichnet und – soweit diese durch die Erkenntnisse der vorgängigen Printausgaben von LM und B abgesichert sind – stellenbezogen kommentiert. Dies betrifft auch den Fortsetzungsdruck (1780), der mit großer Wahrscheinlichkeit von Adolph Freiherr von Knigge herausgegeben und mit einer (an den Erstdruck angelehnten) ,Vorrede eines Dritten‘, versehen wurde.
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Take-Walter, Viktoria: Lesen (Einstiegspunkt). In: Digitale Neuedition der Drucke und Schriften G.E.
Lessings 1770–1794. Hrsg. von der Projektgruppe ‚Lessing
digital. Eingriffsorientierte Edition‘.
https://lessing-digital.hab.de/lesefassungen/EF-Lesefassung/view/default#intro-p-3, Absatz 3. Abgerufen am: 28.06.2026.
Die Edition wahrt den Lautstand der Textzeugen und behält deren Interpunktion und Orthografie bei. Historisch spezifische Druckphänomene wie Ligaturen (,ff‘, ,ss‘, ,fi‘, ,ft‘, ,ck‘ etc.) und Umlaute mit Minuskeln (,ae‘, ,oe‘, ,ue‘) werden nach heutiger Konvention als ,ä‘, ,ö‘, ,ü‘ in den Transkriptionen aufgelöst. Die in der Fraktur-Schrift mit ,J‘ wiedergegebene Großschreibung des ,i‘ wird ebenfalls der heutigen Schreibweise (,I‘) entsprechend normalisiert (,I‘ und ,J‘ werden in Handschriften des 18. Jahrhunderts und auch im Druck nicht unterschieden.) Offenkundige Druckfehler sind über das Markup als ,corr‘-Elemente ausgewiesen und in korrigierter Form visualisiert. Die ausführlichen, das digitale Markup nach TEI berücksichtigenden Transkriptionsrichtlinien finden Sie hier und in der Navigationsleiste verlinkt.
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Take-Walter, Viktoria: Lesen (Einstiegspunkt). In: Digitale Neuedition der Drucke und Schriften G.E.
Lessings 1770–1794. Hrsg. von der Projektgruppe ‚Lessing
digital. Eingriffsorientierte Edition‘.
https://lessing-digital.hab.de/lesefassungen/EF-Lesefassung/view/default#intro-p-4, Absatz 4. Abgerufen am: 28.06.2026.
Die für die deutschen Texte benutzte Grundschrift Fraktur erscheint als Junicode. Die im deutschen Originaltext in Antiqua gesetzten Wörter werden in einfachen Anführungszeichen wiedergegeben. Hervorhebungen in den Vorlagen durch Sperrung bzw. Schwabacher Schrift werden im Sperrdruck bzw. kursiviert wiedergegeben. Die für die fremdsprachigen Ausdrücke benutzte Grundschrift Antiqua erscheinen ebenfalls in einfachen Anführungszeichen.
Zitiervorschlag für den vorigen Absatz:
Take-Walter, Viktoria: Lesen (Einstiegspunkt). In: Digitale Neuedition der Drucke und Schriften G.E.
Lessings 1770–1794. Hrsg. von der Projektgruppe ‚Lessing
digital. Eingriffsorientierte Edition‘.
https://lessing-digital.hab.de/lesefassungen/EF-Lesefassung/view/default#intro-p-5, Absatz 5. Abgerufen am: 28.06.2026.
Vorrede
eines Dritten.
Der Verfasser der ersten drey Gespräche
hatte diese Fortsetzung, wie man weiß,
im Manuscripte, zum Drucke fertig lie⸗
gen, als derselbe höheren
Ort's einen bit⸗
tenden Wink bekam, dieselbe nicht bekannt
zu machen.
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Gotthold Ephraim Lessing: Ernst und Falk. Gespräche für Freymäurer (Lesefassung 1778a/1780a). Hrsg. von der Projektgruppe ‚Lessing digital. Eingriffsorientierte Edition‘. Vorrede, Absatz 1: lessing-digital.hab.de/lesefassungen/EF-Lesefassung?section=Vorrede1780a#p-1. Abgerufen am 28.06.2026.
Vorher aber hatte er dies vierte und
fünfte Gespräch einigen Freunden
mitge⸗
theilt, welche, vermuthlich ohne seine Er⸗
laubniß, Abschriften davon genommen
hatten. Eine dieser Abschriften war dem
itzigen Herausgeber
S.
Knigge in Internationales
Freimaurerlexikon, S. 468:
„
Knigge,
Adolf Freiherr von, Schriftsteller (bekanntestes Werk ,Über den
Umgang mit Menschen‘, daneben vor allem Romane), *1751, + 1796,
Stürmer und Dränger, kritischer Aufklärer, nahm mit kraftvoller
Begeisterung an den freimaurerischen Bestrebungen seiner Zeit
teil, er schloß sich der ,Strikten Observanz‘ an (Kassel: ,Zum
gekrönten Löwen‘, Hanau: ,Wilhelmine Caroline‘) und führte als
Eques a cygno eingehende Korrespondenzen mit deren Führern, aber
auch mit jenen der Rosenkreuzer. Auf den Konventen von
Braunschweig, Wolfenbüttel, ebenso in Wilhelmsbad trat er gegen
die Zerrissenheit der Freimaurerei, für Abhilfe auf dem Wege
gründlicher Reformen ein. Im Dienste der Königlichen Kunst
unternahm K. zahlreiche Reisen. Ferdinand Josef Schneider nennt ihn den wahrhaft ewigen
Juden in Ordensangelegenheiten. Der Marquis Constanzo führte ihn in Frankfurt dem Illuminatenorden (s.d.) zu. Unter dem
Ordensnamen Philo war er in diesem einige Zeit mit
leidenschaftlicher Hingabe als Propagandist und innerer Reformer
tätig. Das Illuminatentum erhielt eigentlich erst durch K.s
,Neuen Ordensplan' ein festes Gefüge und geistige Kraft, die ihm
sein Stifter Weishaupt nicht hatte geben
können. K. war es, der den rationalistischen Charakter, den das
Illuminatentum vor seinem Beitritt hatte, mit dem irrationalen
Inhalt der Freimaurerei durch deren Aufnahme in den Orden
verband, den Typus des ,Illuminatenfreimaurers‘ schaffen wollte.
Er war dann auch an der Ausarbeitung der Grundlagen des
,Eklektischen Bundes‘ beteiligt[.]“
(s. ,Brönner‘) Zu Knigges Rolle als Herausgeber des
Fortsetzungsdrucks von Ernst und Falk (1780)
s. Fenner: ,Lessing wäre auch
ein Mann für uns.‘ Neuigkeiten über Knigge und Lessing. In:
Euphorion 88 (1994), S. 478-483.
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durch einen sonderba⸗
ren Zufall in die Hände gefallen. Er
bedauerte, daß so viel herrliche Wahrhei⸗
ten unterdrückt werden sollten, und be⸗
schloß das Manuscript, ohne Winke zu
haben, drucken zu lassen.
Zitiervorschlag für den vorigen Absatz:
Gotthold Ephraim Lessing: Ernst und Falk. Gespräche für Freymäurer (Lesefassung 1778a/1780a). Hrsg. von der Projektgruppe ‚Lessing digital. Eingriffsorientierte Edition‘. Vorrede, Absatz 2: lessing-digital.hab.de/lesefassungen/EF-Lesefassung?section=Vorrede1780a#p-2. Abgerufen am 28.06.2026.
Wenn die Begierde, Licht über so
wichtige Gegenstände allgemeiner verbrei⸗
tet zu sehen, nicht diese Freyheit hinläng⸗
lich entschuldiget; so läßt sich nichts wei⸗
ter zu Vertheidigung derselben sagen, als
daß der
Herausgeber kein aufgenommener
Maurer ist
Die Selbstaussage
des wahrscheinlichen Herausgebers, Adolph Freiherr von Knigge, trifft
nicht zu. Knigge ist bekanntermaßen Freimaurer und Illuminat, weshalb
angenommen werden kann, dass er diese Tatsache zugunsten der
Anonymisierung verschleiert. Stimmig zu der von Fenner: ,Lessing wäre auch ein Mann
für uns.‘ Neuigkeiten über Knigge und Lessing. In: Euphorion 88
(1994), S. 478-483
plausibilisierten Herausgeberschaft Knigges verhalten sich auch die
Streichungen und Setzung von Asterisken für Freimaurernamen im Text des
Vierten und Fünften Gesprächs. (vgl. S. 4
letzter Absatz) [VTW]
Forschungsbibliographie:
Zotero-Bibliothek:
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.
Zitiervorschlag für den vorigen Absatz:
Gotthold Ephraim Lessing: Ernst und Falk. Gespräche für Freymäurer (Lesefassung 1778a/1780a). Hrsg. von der Projektgruppe ‚Lessing digital. Eingriffsorientierte Edition‘. Vorrede, Absatz 3: lessing-digital.hab.de/lesefassungen/EF-Lesefassung?section=Vorrede1780a#p-3. Abgerufen am 28.06.2026.
Uebrigens wird man doch finden, daß
er, aus Vorsicht und Achtung gegen ei⸗
nen gewissen Zweig dieser Gesellschaft, ei⸗
nige Namen, welche ganz ausgeschrieben
waren, bey der Herausgabe
Die Selbstaussage
des wahrscheinlichen Herausgebers, Adolph Freiherr von Knigge, trifft
nicht zu. Knigge ist bekanntermaßen Freimaurer und Illuminat, weshalb
angenommen werden kann, dass er diese Tatsache zugunsten der
Anonymisierung verschleiert. Stimmig zu der von Fenner: ,Lessing wäre auch ein Mann
für uns.‘ Neuigkeiten über Knigge und Lessing. In: Euphorion 88
(1994), S. 478-483
plausibilisierten Herausgeberschaft Knigges verhalten sich auch die
Streichungen und Setzung von Asterisken für Freimaurernamen im Text des
Vierten und Fünften Gesprächs. (vgl. S. 4
letzter Absatz) [VTW]
Forschungsbibliographie:
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nicht genannt
hat.
Zitiervorschlag für den vorigen Absatz:
Gotthold Ephraim Lessing: Ernst und Falk. Gespräche für Freymäurer (Lesefassung 1778a/1780a). Hrsg. von der Projektgruppe ‚Lessing digital. Eingriffsorientierte Edition‘. Vorrede, Absatz 4: lessing-digital.hab.de/lesefassungen/EF-Lesefassung?section=Vorrede1780a#p-4. Abgerufen am 28.06.2026.
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